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Finanzierung von Aus- und Weiterbildung

 

Sie erhalten hier einen √úberblick √ľber die aktuellen M√∂glichkeiten der Finanzierung von Aus- und Weiterbildungen.

 


 

Volle steuerliche Absetzbarkeit f√ľr

 

  • Aufwendungen f√ľr eine Fort- und Weiterbildung im ausge√ľbten Beruf oder
  • Aufwendungen f√ľr eine Umschulung nach einer Erstausbildung, z. B. Studiengeb√ľhren, Pr√ľfungsgeb√ľhren, Seminargeb√ľhren, Fachliteratur, Fahrten zu Seminaren oder Arbeitsgemeinschaften, Arbeitsmittel, √úbernachtungskosten, Verpflegungsaufwand.

 


 

Bildungsprämie

 

Sie erhalten die Bildungspr√§mie bei uns! 

www.bildungspraemie.info

 


F√ľr die 3. F√∂rderperiode  gelten ab dem 01.07.2017 (√úbergangsregelungen bitte bei uns nachfragen!) folgende Richtlinien:

gef√∂rdert werden 50% der Lehrgangsgeb√ľhren, jedoch max. 500,- Euro.

Das Bundesprogramm Bildungspr√§mie wird aus Mitteln des Bundesministeriums f√ľr Bildung und Forschung und des Europ√§ischen Sozialfonds gef√∂rdert.

 

 

Einen Prämiengutschein können erhalten:

  

  • Erwerbst√§tige in Deutschland, die befugt sind in Deutschland zu arbeiten, die durchschnittlich mindestens 15 Stunden in der Woche erwerbst√§tig sind und deren zu versteuerndes Jahreseinkommen die Betr√§ge von 20.000 Euro (bzw. 40.000 Euro bei gemeinsam Veranlagten) nicht √ľbersteigt.
  • Besch√§ftigte w√§hrend der Mutterschutzfrist oder in Elternzeit unterhalb der genannten Einkommensgrenzen.
  • Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer und Selbst√§ndige, deren Erwerbseinkommen trotz der Mindestarbeitszeit unter den Regelleistungen der Grundsicherung liegt und die daher zu ihrem Erwerbseinkommen aufstockende Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II erhalten.
  • Der Antragsteller/die Antragstellerin muss seine/ihre Schulpflicht erf√ľllt haben.


  • Rentnerinnen und Rentner bzw. Pension√§rinnen und Pension√§re k√∂nnen einen Pr√§miengutschein erhalten, sofern sie mindestens 15 Stunden w√∂chentlich erwerbst√§tig sind und die Einkommensgrenzen einhalten.

 

 Pro Person kann im Rahmen dieser F√∂rderrichtlinie jedes Kalenderjahr ein Pr√§miengutschein ausgestellt werden.

Ausgegeben wird der Gutschein von geschulten Beratern vor Ort (siehe Internet) im Online-Verfahren, wenn das Einverst√§ndnis des ‚Äězertifizierten‚Äú Bildungsanbieters vorliegt. Es besteht kein Rechtsanspruch.

 


Keinen Prämiengutschein erhalten:

 

  • Besch√§ftigte in √∂ffentlich gef√∂rderten Besch√§ftigungsverh√§ltnissen
     
  • Sch√ľlerinnen und Sch√ľler, Auszubildende, Studierende
     
  • alle anderen Personen, die die oben genannten Anforderungen nicht erf√ľllen. 
     

 


 

Bildungsprämie/Weiterbildungssparen

www.bildungspraemie.info.de

 

  • einkommensunabh√§ngig
  • erlaubt die Entnahme eines angesparten Guthabens zur Weiterbildung nach dem Verm√∂gensbildungsgesetz, auch vor Ablauf der Sperrfrist
  • die Arbeitnehmersparzulage geht nicht verloren bei Einkommen von 20.000 Euro bei Alleinstehenden (bzw. 40.000 Euro bei einer Zusammenveranlagung von Ehegatten)
  • bei Anlagen f√ľr wohnungswirtschaftliche Zwecke (Bausparvertr√§ge) gelten weiterhin die fr√ľheren, niedrigeren Einkommensgrenzen (17.900 Euro/ 35.800 Euro)
  • die Bildungspr√§mie wird ausgestellt von geschulten Beratern vor Ort.

 


 

Bildungsgutschein

www.arbeitsagentur.de

 

Zusage der Kosten√ľbernahme f√ľr eine berufliche Umschulung oder Weiterbildung sowie f√ľr Fahrtkosten, Kosten der Unterbringung, Kinderbetreuung, Arbeitslosengeld (bei Anspruch!).

 

Antragsteller m√ľssen

  • arbeitslos gemeldet sein oder als Arbeitnehmer/in von K√ľndigung bedroht sein,
  • i.d.R. entweder eine Berufsausbildung abgeschlossen oder drei Jahre eine berufliche T√§tigkeit ausge√ľbt haben,
  • sich einen beruflich relevanten Kurs bei einem zertifizierten (AZAV) Bildungsanbieter gesucht haben (Kursnet)
  • mit ihrer/m Arbeitsvermittler/in sprechen, welche/r dann - nach Lage und Entwicklung des Arbeitsmarktes - entscheidet.

 


 

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

babrechner.arbeitsagentur.de/

 

 

  • Auszubildende, wenn sie √ľber 18 Jahre alt sind oder verheiratet oder mindestens 1. Kind haben und nicht mehr im Elternhaus leben oder
  • wenn sie w√§hrend der Ausbildung aus Distanzgr√ľnden nicht mehr bei den Eltern leben k√∂nnen.

 

Ausgeschlossen wird BAB bei schulischer Ausbildung und

nach einer erfolgreich abgeschlossenen Erstausbildung mit einer vorgeschriebenen Ausbildungszeit von mindestens 2 Jahren.

 

Ansprechpartner: Berufsberatung der Agentur f√ľr Arbeit

 


 

Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz
(AFBG) ‚ÄěAufstiegs-Baf√∂g‚Äú

 

https://www.aufstiegs-bafoeg.de/  

 

Zum Stichtag 01.08.2016 ist aus dem bisherigen Meister-BAf√∂G das "Aufstiegs-BAf√∂G" geworden, eine F√∂rderung nach dem Aufstiegsfortbildungsf√∂rderungsgesetz (AFBG). Der Kreis der F√∂rderberechtigten ist erweitert worden und viele Regelungen wurden ver√§ndert.

Das Aufstiegs-BAf√∂G k√∂nnen wie bisher Handwerker und Handwerkerinnen sowie andere Fachkr√§fte erhalten, die √ľber eine nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) oder der Handwerksordnung (HwO) anerkannte, abgeschlossene Erstausbildung oder einen vergleichbaren Berufsabschluss verf√ľgen. Gef√∂rdert werden z. B. folgende Abschl√ľsse:

  • Handwerks- oder Industriemeister/-in
  • Techniker/-in
  • Fachkaufleute
  • Fachkrankenpfleger/-in
  • Betriebsinformatiker/-in
  • Erzieher/-in
  • Programmierer/-in
  • Betriebswirt/-in


Neu ist, dass jetzt auch Personen gef√∂rdert werden k√∂nnen, die einen Bachelor¬≠abschluss (oder einen vergleich¬≠baren Abschluss wie etwa ein Fach¬≠hoch¬≠schul-Diplom) haben. Sie k√∂nnen die F√∂rdergelder f√ľr eine anspruchsvolle berufliche Fortbildungspr√ľfung nutzen, und zwar unabh√§ngig vom Alter. Auch wer ohne Erstausbildungsabschluss - etwa als Studienabbrecher oder mit Fachabitur und Berufspraxis - zu einer Pr√ľfung oder Fachschule zugelassen wird, kann die F√∂rderung beantragen. Das Aufstiegs-Baf√∂g kann f√ľr √ľber 700 Fort¬≠bildungs¬≠ziele beantragt werden.


Die Förderung setzt sich aus einem Zuschussanteil und einem Darlehen zusammen, das sich nach dem Familienstand und dem Familieneinkommen richtet.

 


 

Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)

www.das-neue-bafoeg.de

 

Einkommensabhängig, als Zuschuss und Darlehen

  • Ausbildungsf√∂rderung wird gem√§√ü ¬ß 2 BAf√∂G geleistet f√ľr den Besuch von weiterf√ľhrenden allgemeinbildenden Schulen (z. B. Haupt-, Real- und Gesamtschulen, Gymnasien) ab Klasse 10
  1. Berufsfachschulen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, einschließlich der Klassen aller Formen der beruflichen Grundbildung (z. B. Berufsvorbereitungsjahr) ab Klasse 10
  2. Fach- und Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt
  3. Berufsfachschulklassen und Fachschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, sofern sie in einem zumindest zweijährigen Bildungsgang einen berufsqualifizierenden
    Abschluss vermitteln
  • Fach- und Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt
  • Abendhauptschulen, Berufsaufbauschulen, Abendrealschulen, Abendgymnasien und Kollegs
  • H√∂heren Fachschulen und Akademien
  • Hochschulen

  

 

Wichtig:
Sch√ľler/innen, die eine der unter Punkt 1. bis 3. genannten Schulen besuchen, erhalten nur dann F√∂rderung, wenn sie nicht bei den Eltern wohnen und notwendig ausw√§rts untergebracht sind. Sch√ľler/innen sind notwendig ausw√§rts untergebracht, wenn

  • von der Wohnung der Eltern aus eine entsprechende zumutbare Ausbildungsst√§tte - z. B. wegen der Entfernung - nicht erreichbar ist,
  • sie einen eigenen Haushalt f√ľhren und verheiratet oder in eingetragener Lebenspartnerschaft verbunden sind oder waren,
  • sie einen eigenen Haushalt f√ľhren und mit mindestens einem Kind zusammenleben
     

 

Ausbildungen im dualen System werden nicht gefördert.

Eine elternunabhängige Förderung ist möglich.

 

Ansprechpartner: Amt f√ľr Ausbildungsf√∂rderung

 


 

Weiterbildungsstipendium

www.sbb-stipendien.de

(Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung)


Zur Förderung der beruflichen Qualifizierung im Anschluss an den erfolgreichen Abschluss einer

  • Berufsausbildung in einem anerkannten dualen Ausbildungsberufs nach BBiG, der Handwerksordnung oder bundesgesetzlich geregelten Fachberuf im Gesundheitswesen
  • Voraussetzungen: j√ľnger als 25, Berufsabschlusspr√ľfung mit mind. 87 Punkten oder eine Durchschnittsnote von 1,9 oder besser oder
    in einem √ľberregionalen Leistungswettbewerb unter den ersten Drei gekommen oder durch einen begr√ľndeten Vorschlag des Arbeitgebers oder der Berufsschule und einer Besch√§ftigung von mind. 15 Wochenstunden nachgehen oder als arbeitssuchend gemeldet sein

 


 

Aufstiegsstipendium

 

www.sbb-stipendien.de

 

Förderung eines Erststudiums in Vollzeit oder berufsbegleitend an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule

  

Voraussetzungen:

  • eine abgeschlossene Berufsausbildung oder Aufstiegsfortbildung,
  • Berufserfahrung von mind. zwei Jahren nach Abschluss der Ausbildung zum Zeitpunkt der Bewerbung sowie
  • ein Nachweis √ľber die besondere Leistungsf√§higkeit in Ausbildung und Beruf (s. Weiterbildungsstipendium).

 


 

Studienkredit

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Studieren-Qualifizieren/Förderprodukte/Förderprodukte-(S3).html

  

Das Wichtigste in K√ľrze

  • 3,28 % effektiver Jahreszins (Stand: Mai 2013)

  • F√∂rderung von Erst- und Zweitstudium, postgradualen Studien sowie Promotion

  • Finanzierung ohne Sicherheiten und unabh√§ngig vom Einkommen

  • flexible monatliche Auszahlungsbetr√§ge zwischen 100 und 650 Euro

  • flexible und moderate Tilgung

 


Bafög Bankdarlehen

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Studieren-Qualifizieren/Förderprodukte/Förderprodukte-(S3).html

 

Das Wichtigste in K√ľrze

  • 1,34 % effektiver Jahreszins (Stand: Mai 2013)

  • f√ľr Studenten, die kein BAf√∂G mehr erhalten

  • moderate R√ľckzahlungsbedingungen: bis zu 22 Jahre ab 105 Euro monatlich

  • mit weiteren Eink√ľnften und dem Bildungskredit kombinierbar

  • keine Sicherheiten erforderlich


 

Bildungskredit

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Studieren-Qualifizieren/Förderprodukte/Förderprodukte-(S3).html

 

Das Wichtigste in K√ľrze

  • 1,33 % effektiver Jahreszins (Stand: Mai 2013)

  • f√ľr Sch√ľler und Studenten in den letzten Jahren der Ausbildung oder des Studiums

  • einkommens- und elternunabh√§ngig

  • zus√§tzlich zu BAf√∂G und KfW-Studienkredit

  • keine Sicherheiten erforderlich

 

 

 


 

Garantiefonds-Hochschulbereich

www.obs-ev.de

 

Das Programm richtet sich an

  • junge Migrantinnen und Migranten, die in Deutschland die Hochschulreife erwerben wollen
     
  • sich auf ein Hochschulstudium vorbereiten und  eine akademische Laufbahn anstreben und die als Fl√ľchtling, j√ľdischer Immigrant oder Sp√§taussiedler bzw. deren Angeh√∂riger in Deutschland leben
     
  • wird finanziert vom Bundesministerium f√ľr Familie, Senioren, Frauen und Jugend
     
  • Antragstellung vor Erreichen des 30. Lebensjahres

 


 

Bildungsurlaub

www.bildungsurlaub.hessen.de

  

Nach dem Hessisches Bildungsurlaubsgesetz haben alle in Hessen besch√§ftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Auszubildenden gegen√ľber ihrem Arbeitgeber einen Anspruch, f√ľr f√ľnf Tage im Jahr von der Arbeit freigestellt zu werden, um an einer Bildungsurlaubsveranstaltung der politischen Bildung oder der beruflichen Weiterbildung teilnehmen zu k√∂nnen.

  • F√ľr Auszubildende dient der Bildungsurlaub allein der politischen Bildung.
  • Berufssch√ľlerinnen und Berufssch√ľler werden f√ľr die Dauer des Bildungsurlaubs von dem Besuch der Berufsschule freigestellt.
  • Der Arbeitgeber muss w√§hrend der Zeit des Bildungsurlaubs das Arbeitsentgelt fortzahlen.
  • Die Seminarkosten sind alleine von den Besch√§ftigten zu tragen.
  • Die Dauer des Bildungsurlaubsanspruchs richtet sich nach der Anzahl der Arbeitstage pro Woche und muss dem Umfang der w√∂chentlichen Arbeitszeit entsprechen.
  • F√ľr Teilzeitbesch√§ftigte reduziert sich der Bildungsurlaubsanspruch.

 


 

Weitere Adressen: